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 | Pressemitteilung

Klimabeirat Hamburg fordert mehr Engagement fürs Klima

Klimabeirat Hamburg fordert mehr Engagement fürs Klima_10 Punkte_25. März 2025

Screenshot: Klimabeirat Hamburg

Unter dem Titel „Ambitionierter vorangehen: 10 Punkte für mehr Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Hamburg“ hat der Klimabeirat Hamburg heute vorgestellt, welche klimapolitischen Schwerpunktsetzungen er in der kommenden fünfjährigen Wahlperiode für notwendig hält.

Die Vorsitzende des Klimabeirats, Prof. Dr. Daniela Jacob, erklärt dazu:

„Vor uns liegen entscheidende fünf Jahre für die Hamburger Klimapolitik. Bis 2045 soll laut Hamburger Klimaschutzgesetz CO2-Neutralität erreicht sein. Schon heute müssen alle Entscheidungen, die die Stadt trifft, zu diesem Ziel passen. Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit hat der Senat mit dem Beschluss der Strategie zur Anpassung an die Klimawandelfolgen noch ein klimapolitisches Signal gesetzt. Damit die Ziele auch Wirklichkeit werden, muss der kommende Senat nun für die nötige Finanzierung und eine entschlossene Umsetzung sorgen. Das gilt für alle Handlungsfelder, die wir mit unseren 10 Punkten ansprechen. Wie ambitioniert Hamburg heute die klimapolitischen Herausforderungen angeht, entscheidet über den zukünftigen Wohlstand der Stadt.“

In seinen zehn Punkten empfiehlt der Klimabeirat, dass die Stadt ihre Planungen und Investitionen noch konsequenter auf Klimaneutralität ausrichten müsse. Gleichzeitig müsse sie ihre Klimapolitik sozial gerecht ausgestalten und die Bürgerinnen und Bürger bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen beteiligen. Der Beirat verweist darauf, dass Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe sei. Deshalb müsse der Wirtschaft eine wichtigere Rolle beim Klimaschutz zukommen, um ein klimaneutrales Wirtschaften in Ham-burg zu erreichen. Auch sollten Stadt und Wirtschaft den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen, eine Infrastruktur für Wasserstoff aufzubauen.

Für Verkehr und Mobilität verweist der Klimabeirat darauf, dass die Stadt den Umweltverbund stärken müsse. Nötig seien fußgängerfreundliche Straßenräume, attraktive Radwege sowie mehr und attraktivere Bahnen und Busse. Beim Gebäudebestand müsse die Sanierungsrate steigen und eine klimaneutrale Wärmeversorgung sei erforderlich. Dazu solle auch ein schnellerer Ausbau der Fernwärme beitragen. Zu weniger CO2-Ausstoß müsse auch eine konsequente Photovoltaik-Strategie der Stadt beitragen.

Außerdem solle Hamburg Vorreiter für klimaneutralen Zement und Stahl werden, um zukunftsfähig zu bauen. Dazu biete sich der Wohnungs- und Gewerbebau in der Science City Bahrenfeld, in Oberbillwerder oder beim Elbtower an, aber auch Infrastrukturvorhaben wie die Köhlbrandbrücke oder die neue Oper.

Deutlich mehr Engagement sei bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels erforderlich. Dazu trägt der Schutz der Grünflächen bei, die Stadt müsse aber auch höhere Finanzmittel für die Anpassung bereitstellen.

Zu den Empfehlungen des Hamburger Klimabeirates „Ambitionierter vorangehen: 10 Punkte für mehr Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Hamburg“ geht es hier. (673 KB)


Der Hamburger Klimabeirat berät als unabhängiges wissenschaftliches Gremium auf der Grundlage von § 7 des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes den Senat bei der Umsetzung des Klimaschutzgesetzes und des Hamburger Klimaplans. Darüber hinaus soll er Impulsgeber im Bereich der Klimapolitik sein. Dem Beirat gehören 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an.

Mehr zum Klimabeirat Hamburg finden Sie hier.

Klimabeirat HH_DJ_Interview

Screenshot: NDR, Hamburg-Journal

Zum NDR-Beitrag "Was der Klimabeirat dem Hamburger Senat empfiehlt", inkl. eines Statements von Daniela Jacob, geht es hier.
"Die Empfehlungen des Hamburger Klimabeirates" auf NDR 90,3 (Audio)