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"Sieben von acht Grenzen des Erdsystems überschritten"

Stellungnahme von Daniela Jacob zu einer wegweisenden Veröffentlichung

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Screenshot: Nature

● Aktuelle Studie sieht sieben von acht „sicheren und gerechten Grenzen“ des Erdsystems bereits überschritten

● Erstmals wird Konzept der physikalischen, chemischen und ökologischen Grenzen auf den Gesichtspunkt der Gerechtigkeit ausgedehnt

● Fachleute begrüßen diese Erweiterung, weisen aber deutlich auf die Probleme der Quantifizierung hin


Ein internationales Wissenschaftsteam der Earth Commission mit mehr als 40 Forschenden quantifiziert erstmals sichere und gerechte Erdsystemgrenzen auf globaler und lokaler Ebene für mehrere biophysikalische Prozesse und Systeme, die den Zustand des Erdsystems regeln. In einer wegweisenden Publikation um die Leitautoren Johan Rockström und Timothy Lenton wurden unter Verwendung gleicher Messgrößen sowohl Stabilität und Resilienz der acht wichtigsten Erdsysteme berücksichtigt und quantifiziert als auch eine mögliche Minimierung der Gefährdung von Menschen durch die Veränderungen der Erdsysteme einbezogen. Diese Studie sieht bereits sieben von acht "sicheren und gerechten Grenzen" des Erdsystems überschritten.

"Diese Art, natürliche und menschliche Systeme zusammen zu betrachten, um die größtmöglichen Schäden zu vermeiden und resiliente Entwicklungen zu erlauben, ist ein ganz entscheidender Schritt hin zu einer gerechten globalen Transformation und im Einklang mit den Aussagen des IPCC zu ‚climate resilient development‘. Die überschrittenen Grenzen zeigen deutlich, dass Eile geboten ist“, so Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Center Germany (GERICS) in einer Stellungnahme.

Hier geht es zur Originalstudie "Safe and just Earth system boundaries", erschienen in der Fachzeitschrift "Nature"

Hier geht zu einem Artikel des "Science Media Center" mit Einschätzungen einiger namhafter Wissenschaftler*innen zu dieser Studie, darunter Daniela Jacob